BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Kreisverband Lichtenfels

Gewässer im Landkreis noch besser schützen

Die Kreistagsfraktion der Grünen erörtert aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze zum Gewässerschutz am Obermain Wasser ist eine elementare Lebensgrundlage. Darüber hinaus wird es zur Gewinnung von Energie und Nahrungsmitteln, oder auch für Freizeitaktivitäten genutzt. Dass wirtschaftliche und ökologische Interessen dabei konkurrieren, steht außer Frage. Wie sich diese Situation im Landkreis Lichtenfels darstellt, diskutierten die Grünen Kreisräte vergangene Woche im Rahmen einer Fraktionssitzung, bei der das Thema Gewässerschutz im Fokus stand.

Wie Stephanie Dittrich zunächst berichtete, seien in den vergangenen Wochen immer wieder Ölverschmutzungen auf dem Main beobachtet worden. „Scheinbar wird über den Mühlbach bei Altenkunstadt regelmäßig Öl in den Main geleitet, was bereits Polizei und Feuerwehr auf den Plan gerufen hat.“ Die Feuerwehr musste bei Hochstadt Ölsperren errichten, um den Ölteppich zu entfernen. Es sei zu hoffen, so die Kreisrätin, dass der Verursacher seitens der Behörden bald zur Verantwortung gezogen werden kann.

Potenzial der Wasserkraft erschöpft

Dr. Susann Freiburg gab zu bedenken, dass auch Querverbauungen Gewässer beeinträchtigen würden und wies darauf hin, dass in Bayern, ehemals flussreichstes Bundesland, bereits 90 Prozent aller Fließgewässer gestaut seien. 4.250 Wasserkraftanlagen hätten aus Flüssen Stauseen-Ketten gemacht. Entsprechend fordere auch das Bundesministerium für Umwelt den Rückbau von Wehranlagen. „Da in Zukunft weniger Niederschläge in Oberfranken zu erwarten sind“, so die Fraktionssprecherin, „ist dem Sachverständigenrat für Umweltfragen zuzustimmen, wenn er darauf hinweist, dass das Potenzial der Energiegewinnung durch Wasserkraft in Deutschland weitgehend erschöpft ist.“

Auch im Landkreis Lichtenfels sind nach Meinung der Grünen Kreistagsfraktion die negativen Auswirkungen der Energiegewinnung durch Wasserkraft zu beobachten. So stelle das in Michelau neu errichtete Kraftwerk einen erheblichen Eingriff in das dort befindliche Schutzgebiet dar. Allein die vom Kraftwerk ausgehenden, sogenannten ‚Druckschläge‘ führten zu einer erheblichen Lärmbelastung von Mensch und Natur. In Lichtenfels selbst falle der Main unterhalb der Brücke in der Coburger Straße in heißen Perioden nahezu trocken, weil ein Großteil des Wassers zur Energiegewinnung in den Mühlbach gepumpt werde. Für die in Senken verbleibenden Fische sei das der sichere Tod. In diesem Zusammenhang wies Mathias Söllner darauf hin, dass der Main sein natürliches Flussbett ohnehin viel weiter Richtung Innenstadt gehabt habe und erst Mitte des 19.Jahrhunderts begradigt worden sei. Gegebenenfalls könne man hier über Renaturierung nachdenken.

Wasser kann knappes Gut werden

„Der Main ist nicht nur ein beliebtes Ausflugsziel, sondern zieht auch viele Wassersportler an“, betonte Dr. Christine Schmidt. Sie habe glücklicherweise die Erfahrung gemacht, dass sich die meisten Kanuten bei Niedrigwasserpegel an die Befahrungsverbote halten würden. Gleichwohl wäre nach Meinung von Sebastian Callens zu überlegen, ob nicht zwischen Kemmern und Schwürbitz an einer weiteren Stelle der Wasserstand kontrolliert werden müsse, da zwischen den Pegeln Schwürbitz und Kemmern fast 50 Kilometer Flussstrecke lägen und es im Sommer viele extrem flache Abschnitte bei Lichtenfels und Bad Staffelstein gebe, auf denen die Boote bei Trockenheit auflaufen würden.

Auf ein weiteres Problem kam Barbara Schatz zu sprechen: Viele Gewässer fallen trocken, zuletzt beispielsweise der Kaiderbach. Diskutiert wurde, wie hier Abhilfe geschaffen werden kann. Eine Möglichkeit wäre, den Betreiber des Steinbruchs davon zu überzeugen, zum Wohle der Allgemeinheit das im Steinbruch anfallende Wasser nach oben zu pumpen und wieder dem Bach zuzuführen. Grundsätzlich werde man wohl, so waren sich die Grünen einig, nicht um steigende Preise herumkommen, wenn Wasser zum knappen Gut werden würde. Dabei gelte es, zunächst die an die öffentliche Wasser- und Abwasserversorgung angeschlossenen Verbraucher zu schonen und für umfangreiche Sondernutzungen Wassernutzungsentgelte in Erwägung zu ziehen. Wer viel Wasser verbraucht, solle auch dafür bezahlen. Es gehe nicht an, dass der kleine Mann über Wassergebühren Großverbraucher mitfinanziert.

Nach Meinung der Grünen Kreistagsfraktion sei es sehr bedenklich, dass der Main als Gewässer erster Ordnung an vielen Stellen in Lichtenfels nur noch knietief ist.

Ansprechpartner bei Rückfragen:

Dr. Susann Freiburg

Tel: 09571/759363

Jahresabschlussrede 2018 der Kreistagsfraktion

Herr Landrat,

werte Kolleginnen und Kollegen,

meine Damen und Herren,

am Schluss eines Jahres wird uns die Frage bewegen: Was haben wir heuer erreicht? Die Antworten haben im Wesentlichen meine Vorredner bereits gegeben und ich muss nichts wiederholen. Vielem des Gesagten können wir zustimmen. Die Aufgabe für unsere Fraktion ist die Beantwortung der Frage: Was haben wir nicht, oder noch nicht erreicht? Denn daraus muss sich die Zielsetzung für die Zukunft ergeben. Jahresrückblicke haben einen Sinn, wenn wir daraus unsere neuen Aufgaben erkennen, oder unser Verbesserungspotential. Ansonsten sind sie eine Beweihräucherung, denn das was wir erreicht haben, das waren unsere Aufgaben und Pflichten. Das erwarten die Bürgerinnen und Bürger von uns......

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Bericht zur Januarsitzung der Kreistagsfraktion

Erste Sitzung der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Jahr 2017

Lichtenfels-Klosterlangheim. Auf ihrer ersten Sitzung des neuen Jahres wurde von der Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Arbeit im Jahre 2016 in den Gremien des Landkreises ins Visier genommen.Dabei wies Fraktionssprecher Bernhard Christoph auf die Schwerpunkte des vergangenen Jahres hin, dem Neubau des Klinikums, der Neuordnung des Nahverkehrs, der Neuordnung der Abfallwirtschaft, die Planungen im Tourismus und die Neubauplanungen bei den Kreisstraßen.

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Jahresabschlussrede für den Kreistag

Herr Landrat, werte Kolleginnen und Kollegen, meine Damen und Herren,

der Landkreis Lichtenfels arbeitet nach vorne, in die Zukunft. Belege dafür sind:  

der Neubau des Klinikums 

die Neuordnung des Nahverkehrs, auf Jahre im Voraus    

die Neuordnung der Abfallwirtschaft, auf Jahre im Voraus    

die Planungen im Tourismus    

die Planungen bei den Kreisstraßen

Das Meiste gefällt uns, manches nicht.

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Es darf nicht nur Green Hospital drauf stehen

Lichtenfels. Bei ihrer letzten Fraktionssitzung diskutieren die Kreisräte von BÜNDNIS90/DIEGRÜNEN mit Grünen Mitgliedern und Interessierten den Neubau des Helmut-G.-Walter Krankenhauses Lichtenfels. Im Zentrum stand vor allem die Diskussion um die Merkmale die das neue Krankenhaus zu einem Green Hospital machen sollen.

Bevor jedoch in die Diskussion eingestiegen wurde skizzierte Fraktionsvorsitzender Bernhard Christoph den bisherigen Werdegang von einer ursprünglich geplanten Sanierung...

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Fraktionsbericht der Kreistagsfraktion

Lichtenfels-Klosterlangheim. Auf ihrer ersten Sitzung des neuen Jahres diskutierte die
Kreistagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen die Arbeit des Jahres 2014 in den Gremien
des Landkreises und deren Ergebnisse und Auswirkungen im Rückblick.
Dabei wies Fraktionssprecher Bernhard Christoph auf die gute Zusammenarbeit seiner
Fraktion mit der Verwaltung des Landkreises und deren Spitzen hin. Lobend erwähnte der
Fraktionssprecher auch ein wesentliches Verdienst des Landrats, Mehrheiten wurden im
Kreistag und seinen Ausschüssen im vergangenen Jahr nicht ausgespielt. Trotz in
Einzelthemen manchmal unterschiedlicher Meinungen, kämen doch sehr häufig
vernünftige Kompromisse zustande.

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Haushaltsrede 2014

Herr Landrat,
werte Kolleginnen und Kollegen,
meine Damen und Herren,

der Landkreis Lichtenfels hat eine große Bandbreite von Aufgaben zu erledigen.
Wie er das derzeit macht, steht im Haushalt 2014.
Für dessen Studium bräuchte man eine Woche frei. Hat man aber nicht.
Trotzdem konnten Fragen im Vorfeld geklärt werden, vielen Dank an den Herrn Kämmerer. ...

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