Von 12 auf 22 Mandate im Landkreis Lichtenfels gehen die GRÜNEN verstärkt aus der Kommunalwahl hervor. Auch Bürgermeisterkandidat Sebastian Callens hat mehr als einen Achtungserfolg erzielt und verpasst nur knapp die Stichwahl.
Die Startbedingungen waren gut. Mit einer Mitgliederverdoppelung im letzten Jahr haben sich viele neue interessierte Bürger*innen beim Kreisverband Lichtenfels von BÜNDNIS90/DIEGRÜNEN engagiert. Wo vor 6 Jahren noch viele Ortsgruppen aus Einzelkämpfer*innen bestanden, ist es nun gelungen, überall starke Wahlkampfteams für die GRÜNEN Listen aufzustellen. An allen Wahlkampfveranstaltungen und bei vielen Gesprächen mit Bürger*innen hat sich gezeigt, dass Umwelt- und Klimaschutz, Soziale und Generationengerechtigkeit in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind Der Zuspruch der Bevölkerung ließ alle mit Zuversicht auf die Ergebnisse der Kommunalwahl warten.
In Altenkunstadt schaffte Spitzenkandidatin Stephanie Dittrich es nicht nur in den Gemeinderat, sondern nahm den Schwung auch mit und holte sich ein Kreistagsmandat. In ihrer Gemeinde wird sie von nun an von Joseph Jachmann unterstützt und die GRÜNEN Altenkunstadt verdoppeln damit ihre Sitze.
Zum ersten mal traten die GRÜNEN in Burgkunstadt an. Doch nicht nur das, mit Sebastian Callens stellten sie zudem einen Bürgermeisterkandidaten. Aus dem Stand schaffte er 27,9%, das beste Ergebnis, dass ein GRÜNER Bürgermeisterkandidat im Landkreis je hatte. Es reichte zwar nicht für die Stichwahl, zeigte jedoch wie Sebastian mit seiner geerdeten Art und Sachlichkeit viele Bürger*innen über das GRÜNE Wählerspektrum hinaus angesprochen hat. Mit dem besten Einzelergebnis, noch vor seinen Mitkonkurentinnen von CSU und FW, zieht er folgerichtig zusammen mit seiner Frau Bernarda Callens und Andreas Kothmann in den Stadtrat von Burgkunstadt ein und bildet die neue GRÜNE Fraktion. Zudem holt auch er sich eines der vorraussichtlich 6 GRÜNEN Kreistagsmandate.
In Bad Staffelstein, wo die GRÜNEN zusammen mit den Staffelsteiner Bürgern für Umwelt und Naturschutz angetreten sind, sah es lange am gestrigen Abend und bis in die Nacht so aus, als wäre die Sensation geklückt und eine Verdoppelung der Mandate gelungen. Am Schluss reichte es zwar nicht ganz für Nummer 4, mit Sandra Nossek, Werner Freitag und Rica Kohmann konnten die GRÜNEN/SBUN dennoch einen Sitz dazu gewinnen.
Was in Bad Staffelstein nicht gelang, schaffte die GRÜNE Offene Liste jedoch in Ebensfeld. Mit Barbara Schatz bekommt Otto Weidner endlich Verstärkung im Einsatz für ein gerechteres und grüneres Ebensfeld. Zudem zieht Barbara Schatz in den Kreistag ein.
Auf Grund des Ausscheidens vom GRÜNEN Urgestein Bernhard Christoph und der Lücke, die er hinterlassen würde, ging die GRÜNE Ortsgruppe von Lichtenfels noch vor einem Jahr davon aus, dass es schwierig werden würde, das dritte Mandat im Stadtrat zu halten. Dank der Spitzenkandidat*innen Dr. Susann Freiburg und Mathias Söllner, sowie des herausragenden Engagements des Wahlkampfteams mit einer hervoragenden Social Media Kampagne, schafften sie es am Ende nicht nur das Mandat zu halten, sondern noch eines dazu zu bekommen. Die bisherigen Stadträte Mathias Söllner und Siegbert Koch werden nun durch Dr. Susann Freiburg und Dr. Christine Schmidt verstärkt Endlich ist es wieder gelungen GRÜNEN Frauen in den Stadtrat zu bekommen. Mathias Söllner, Dr. Susann Freiburg, welche auch im Kreis Spitzenkandidatin war, und Dr. Christine Schmidt ziehen nach aller Voraussicht auch in den Kreistag ein.
In Michelau waren die GRÜNEN vor 6 Jahren noch nicht angetreten, mit Paul Habich bekamen sie jedoch vor einem Jahr ihren ersten GRÜNEN Gemeinderat, als dieser von der SPD zu den GRÜNEN wechselte. Nachdem erst recht spät eine GRÜNE Liste für Michelau aufgestellt werden konnte, schafften die GRÜNEN Michelau es dennoch ihr Mandat zu halten. Mit Ralf Hirle zieht nun der erste als GRÜNER gewählter Gemeinderat ins Rathaus ein.
Auch in Weismain schaffte es die GRÜNE Offene Liste ihr Mandat zu verteidigen. Wenn die gewünschte Verdoppelung auch hier leider nicht klappte, konnte Uschi Gommelt, welche vor zwei Jahren als Nachrückerin auf Jasmin Schardt folgte, weiterhin im Weismainer Stadtrat gegen unvernünftige Bauprojekte und eine weitere Verschuldung der Stadt auf Kosten der nachfolgenden Generationen angehen. Ihr Arbeit wurde von den Bürger*innen auch insofern belohnt, in dem sie als erste Nachrückerin für den Kreistag gewählt.
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